Consol erweitert Testframework Citrus um Apache-Kafka-Anbindung

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München, 29. Januar 2019 – Der IT-Dienstleister Consol hat im Rahmen des Open-Source-Projekts Citrus ein neues Modul für die Anbindung von Apache Kafka entwickelt. Es bietet eine deutliche Reduzierung der Testkomplexität für Systemumgebungen, in denen Kafka zum Einsatz kommt.

Apache Kafka entwickelt sich zu einer der beliebtesten Plattformen für die Verarbeitung von Datenströmen auf dem Markt, da es Lösungen für viele Probleme im Big-Data-, Messaging- und Microservice-Umfeld bietet. Die Kafka-Nutzung in einer bestehenden, gut getesteten Infrastruktur bringt allerdings Herausforderungen mit sich, vor allem hinsichtlich der erforderlichen Integrationstests. Mit dem Testframework von Kafka ist es zwar möglich, die Anbindung einer Anwendung an Kafka zu testen, jedoch nicht, ob die Verarbeitung, Speicherung oder Weiterleitung von Nachrichten im größeren Kontext und außerhalb der Grenzen von Kafka korrekt funktioniert.

Consol hat diese Lücke zum Anlass genommen, das Framework für Integrationstests Citrus um ein Modul zum Testen von Apache-Kafka-Anbindungen zu erweitern. „Bei der Entwicklung des neuen Moduls haben wir zwei Ziele verfolgt: zum einen die einfache Erweiterung bestehender Tests um Kafka und zum anderen die einfache Erstellung komplexer Testfälle, die Kafka miteinbeziehen“, erklärt Sven Hettwer, Senior Software Engineer mit Fokus auf Testautomatisierungs- und CI/CD-Lösungen bei Consol. „Das Ergebnis ist das neue Citrus-Kafka-Modul, mit dem der Anwender mit minimalem Aufwand die normalerweise recht komplexe Anbindung an Kafka in Integrationstests realisieren kann.“

Konkret ermöglicht das Citrus-Kafka-Modul die Validierung der Kommunikation eines „System Under Test“ (SUT) mit Kafka. So kann sichergestellt werden, dass Nachrichten des SUT sowohl inhaltlich als auch fachlich korrekt in Kafka hinterlegt werden oder dass Nachrichten, die in Kafka zur Abholung bereitliegen, korrekt vom SUT abgeholt, verarbeitet und weitergesendet werden. Dabei kann Citrus vollumfänglich die Erstellung, Verwaltung und Abschaltung einer eingebetteten Kafka-Instanz für das Testen übernehmen. Falls bereits eine Kafka-Instanz in der Infrastruktur besteht, kann auch diese einfach mit Citrus angesteuert und zum Testen verwendet werden.

Consol hat das Citrus-Kafka-Modul bereits im Rahmen mehrerer Projekte im Big-Data- und Microservice-Umfeld eingesetzt. Simon Hofmann, Senior Software Engineer bei Consol, berichtet: „In einem meiner letzten Microservice-Projekte erfolgte die Implementierung einer Middleware parallel zum Aufbau der Apache-Kafka-Infrastruktur. Trotz fehlender Infrastruktur war es mit Hilfe von Citrus möglich, Anforderungen schnell und testgetrieben umzusetzen. Citrus ermöglichte es, Endpunkte dynamisch zur Laufzeit zu erzeugen, wodurch Tests mit verschiedenen Protokollen sowie mehreren Kafka-Topics und Nachrichten sehr leicht zu erstellen und zu warten waren.“

Citrus findet bereits branchenübergreifend Anwendung bei Integrationstests komplexer Systemlandschaften. Dazu zählen unter anderem große monolithische Systeme, aber auch Microservice-Architekturen oder Function-as-a-Service (FaaS)-Landschaften. Mit der neuen Citrus-Kafka-Integration besteht nun die Möglichkeit, auch die Kafka-Anbindung einer Applikation in größerem Kontext zu testen.

Verfügbarkeit
Das Citrus-Kafka-Modul wird mit der Version 2.8.0 von Citrus veröffentlicht und kann über das Maven Central Repository als Dependency eingebunden werden. Die Verwendung von Citrus und des neuen Features sind kostenlos, da Citrus als Open-Source-Projekt von Consol bereitgestellt wird.

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